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Die französische Sprache: Ein Bestandteil der maghrebinischen Kultur

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Nach wie vor behält die französische Sprache oder die Sprache der Kolonialherren ihre Bedeutung in den Ländern des arabischen Maghreb.

Nach wie vor behält die französische Sprache oder die Sprache der Kolonialherren ihre Bedeutung  in den Ländern des Arabischen Maghreb. In Algerien, Marokko und Tunesien war Französisch die offizielle Amtsprache während der Kolonialzeit und besteht nach der Unabhängigkeit in den maghrebinischen Kernländern als die privilegierte erste Fremdsprache weiter.  

 

In Marokko leben beispielsweise ungefähr 80 000 Bürger französischer Nationalität. Frankreich ist derzeit der erste ökonomische Partner Marokkos, marokkanische Kader werden in Frankreich weitergebildet und Marokko nimmt an den

Frankophonie - Gipfeln teil. In den Sektoren der Pädagogie, Politik, Wirtschaft oder Medien weist noch die französische Sprache einen bedeutenden Stellenwert auf.         

 

Das heißt doch nicht, dass alle Marokkaner der französischen Sprache mächtig sind. Die französische Sprache ist von denjenigen beherrscht, die ein Universitätsstudium belegt haben.     

 

Neben der arabischen Sprache ist in Algerien noch immer die französische Sprache präsent. Französisch gilt noch als Bildungs-, Handels- und Verkehrssprache.   Im Gegenzug zu Algerien und Marokko, die Arabisierungspolitik zur Förderung der arabischen Sprachen übernommen haben, legt Tunesien einen großen Wert auf das Französische. Französisch ist mehr gängig  bei der  tunesischen Jugend, in der Schulbildung herrscht die französische Sprache. Der Tourismus, der in Tunesien viel Raum einnimmt, verstärkt diese Tendenz noch.      

 

Das französische Außenministerium sorgt immer dafür, die französische Sprache als Unterrichtssprache zu fördern und das Französisch-Niveau in den maghrebinischen Ländern zu verbessern. Dazu ergreift Frankreich gewisse Maßnahmen unter anderem die  Errichtung der französischen Kulturzentren, die Ausbildung von künftigen Lehrern, die Neugestaltung der Inhalte, der Lehrmethoden und der Lehrpläne sowie die Schaffung von kulturellem Umfeld außerhalb des schulischen Bereichs.    

 

Immerhin gibt es große Bemühungen seitens der maghrebinischen Politiker, die arabische Sprache als Muttersprache zu fördern.

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