Die Mittelmeerunion zwischen Ratifizierung und Ablehnung der voraussichtlichen Mitgliedsstaaten
Die Führer der Länder südlich des Mittelmeeres versammenten sich Dienstag in dem arabischen Gipfel, das in Tripoli, Libyens Hauptstadt, den 10. Juni 2008 abgehalten wurde. Die Päsidenten Zine El Abidine Ben Ali aus Tunesien, Abdelaziz Bouteflika aus Algerien, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdellahi aus Mauretanien, Bachar El Assad aus Syrien und der Premierministrer Abbas El Fassi aus Marokko setzten in dem arabischen Gipfel das Ziel, eine Gemeinsame Einstellung über das Projekt der Mittelmeerunion zu nehmen. Die Mittelmeerunion, bestehend aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und den Mittelmeeranrainerstaaten und die im 13. Juli 2008 eingerichtet werden soll, kann zum Friedensprozess zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn beitragen, nach der Auffassung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Außerdem sollte die Mittelmeerunion in den Augen von Sarkozy eine Alternative zum Beitritt der Türkei zur Europäischen Union sein. Das Projekt der Mittelmeerunion konfrontiert sich mit einer heftigen Ablehnung des libyschen Führers Mouammar Kadhafi. In dem arabischen Gipfel hält der libysche Führer Kadhafi die Mittelmeerunion für eine Beleidigung und setzt voraus, dass das Projekt zuerst in Egypten, Sitz der arabischen Liga und in Addis-Abeba, Sitz der afrikanischen Union besprechen wird. Der Führer Mouammar Kadhafi fügt hinzu, dass die Mittelmeerunion Projekte adoptiert, die schon im Rahmen von „Barcelona Prozess’’ gescheitert haben. Die Mittelmeerunion, die zur Kooperation im den ökonomischen und wirtschaftlichen Bereiche sowie bei Probleme wie Migration, Terrorkämpfung und Umweltschutz führen kann, wurde auch von der Türkei, von Algerien, und Syrien abgelehnt. Hingegen verwies Marokko auf die Mittelmeerpolitik der EU. Das Projekt der Mittelmeerunion lässt viele Fragen über die Finazierung, Steuerung und den Sitz der Mittelmeerunion offen.
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