Nicolas Sarkozy empfängt Staats- und Regierungschefs der Mittelmeerländer in der Hauptstadt Frankreichs Paris zur Gründung der Mittelmeerunion
Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa, Nordafrika und Nahost haben sich, am Sonntag, 13. Juli 2008 im Elysée, in der pariser Innenstadt, zusammengeschlossen. Libyen allein war beim Gründungstreffen der Mittelmeerunion abwesend
Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa, Nordafrika und Nahost haben sich, am Sonntag, 13. Juli 2008 im Elysée, in der pariser Innenstadt, zusammengeschlossen. Libyen allein war beim Gründungstreffen der Mittelmeerunion abwesend. Die Partnerschaft wird am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs feierlich besiegelt.Die 27 EU-Länder und 16 Anrainer des Mittelmeers von Nordafrika bis Nahost erhoffen, ihre politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit durch Projekte im Rahmen der Mittelmeerunion zu entwickeln. Frankreich und Ägypten haben beide offiziell den Vorsitz der Mittelmeer-Union übernommen. Die gemeinsame Präsidentschaft beider Länder stellt ein Sinnbild für die neue Solidarität zwischen den Staaten südlich und nördlich des Mittelmeeres dar, nach Erklärungen des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.
Frankreich möchte, dass die Sekretariat der Mittelmeerunion sich in einem der Länder südlich des Mittelmeeres befindet, nach erklärung des französischen Aussenministers, um zu beweisen, dass es sich um die Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Mittelmeerunion handelt. In diesem Zuge sind Marokko und Tunesien Kandidaten für die Sekretariat der Mittelmeerunion. Die Entscheidung darüber wird in November getroffen.
Zur Finanzierung des Projekts der Mittelmeerunion stehen umgerechnet rund 26 Mrd. Fr. bereit. Konkrete Ziele der Union sind unter anderem Säuberung des Mittelmeeres, Energieversorgung, Einwanderung, Aufbau neuer Verkehrswege in Nordafrika sowie ein gemeinsames Vorgehen gegen den Terrorismus. Der französische Präsident Sarkozy konnte gestern Abend einen politischen Erfolg verzeichnen.


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